Die meisten Betriebe führen gerade ihr erstes KI-Werkzeug ein und merken schnell: ein Chatfenster allein verändert die Arbeitswoche nicht. Der Nutzen entsteht erst, wenn ein wiederkehrender Ablauf tatsächlich anders läuft als vorher.
Dieser Tag führt an einem einzigen Beispiel entlang, das jeder Betrieb kennt: dem Meeting. Vorbereitung, Mitschrift, Auswertung, Nachfassen. Fünf Schritte, von denen genau einer ein echter Agent ist. Genau daran lernst Du, was ein Agent kann, wo er nichts bringt, und wo Du am eigenen Arbeitsplatz ansetzt. Zwei Drittel der Zeit arbeitest Du selbst. Am Ende des Tages hast Du einen Agenten, der läuft.
Modul 1 - Standortbestimmung:
Chatbot, Assistent, Agent, und die Frage, woran Du sie unterscheidest. Du ordnest die fünf Schritte der Meeting-Kette ein und danach Deine eigenen Werkzeuge.
Ergebnis: Du weißt, wo Deine Abteilung heute steht.
Modul 2, Wie es funktioniert und wie Du es anweist:
Modell, Kontextfenster, Werkzeuge, Gedächtnis, Handlungsschleife und warum ein Agent scheitert. Danach folgt der Schritt vom einmaligen Prompt zur wiederverwendbaren Anweisung. Du gibst denselben Auftrag mit wenig, mittlerem und viel Kontext und siehst, wo er kippt. Anschließend schreibst Du eine Deiner wiederkehrenden Aufgaben als Anweisung auf und übergibst sie Deiner Sitznachbarin oder Deinem Sitznachbarn. Sie oder er führt sie aus.
Ergebnis: Eine Anweisung, die auch bei jemand anderem funktioniert.
Modul 3, Deine Prozess-Landkarte:
Welcher Ablauf taugt überhaupt: wiederkehrend, regelbasiert, prüfbar? Und ab welcher Häufigkeit sich Automatisierung rechnet – denn bei zwei Vorgängen im Monat arbeitet man von Hand. Du machst eine Inventur deiner Arbeitswoche und sortierst nach Häufigkeit, Zeitaufwand und Regelmäßigkeit.
Ergebnis: eine priorisierte Liste. Ganz oben steht dein Projekt für die Werkstatt.
Modul 4, Freigeben und verantworten:
Wo läuft etwas allein, wo braucht es eine Freigabe, wo bleibt der Mensch. Dazu Halluzinationen, Zuständigkeit, Haftung, Schatten-KI im eigenen Haus, DSGVO und EU AI Act auf das Nötige übersetzt. Du suchst Fehler in einem Ergebnis, das überzeugend formuliert ist und trotzdem falsch.
Ergebnis: eine schriftliche Freigaberegel für Dein Team.
Werkstatt:
Kein Vortrag. Gebaut, getestet und dokumentiert wird ein Rechercheagent, der Termine und Marktbeobachtung vorbereitet. Er arbeitet auf öffentlichen Quellen und berührt keine Unternehmensdaten, deshalb funktioniert er auch in einer Gruppe aus verschiedenen Firmen.
Ergebnis: ein Agent, der läuft.
Du verstehst, wie KI-Agenten funktionieren, wo ihr sinnvoller Einsatz in Deinem Arbeitsalltag liegt und wie Du einen geeigneten wiederkehrenden Prozess für die Automatisierung auswählst. Du kannst Aufgaben als klare, wiederverwendbare Anweisungen formulieren, sinnvolle Freigabe- und Verantwortungsregeln festlegen und einen einfachen Agenten selbst bauen, testen und dokumentieren.
Für Fach- und Führungskräfte - gemischte Gruppen sind ausdrücklich vorgesehen. Führungskräfte nehmen die Prozess-Landkarte und die Freigaberegel mit, Fachkräfte zusätzlich den gebauten Agenten.
Du brauchst einen Laptop, einen Internetzugang, Webcam, Mikrofon, ein Google-Konto und einen kostenlosen Zugang zu einem Sprachmodell Deiner Wahl.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Kurs ist für Einsteiger:innen geeignet und richtet sich an Fach- und Führungskräfte gleichermaßen.
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| Datum | Zeit | Ort |
|---|---|---|
| 13.10.2026 | 09:00 bis 12:50 | Online, |
| 13.10.2026 | 13:20 bis 16:10 | Online, |
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